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Tipp: FAHREN IN DER GRUPPE

In wenigen Tagen ist Sommeranfang und die Saison 2011 ist Dank des schönen Wetters in vollem Gange. Wir können gemeinsam unserem Hobby nachzugehen - dem Motorrad fahren.
Am 28. Mai 2011 fand die traditionelle Ausfahrt mit der Leipziger Motorradstaffel statt. Fast 400 Motorräder waren dabei. Das gab mir wieder einmal den Anstoß mich mit den Regeln der Gruppenfahrten zu beschäftigen, denn die meisten von uns sind ja auch schon in großen oder kleineren Gruppen gefahren und haben verschiedene Erfahrungen gemacht.
Gruppenfahrten erfordern Konzentration und Disziplin und es ermüdet. Man wiegt sich in falscher Sicherheit und wird vom Rücklicht des Vordermannes oder der Vorderfrau hypnotisiert.
Generell gilt: Egal wie groß die Gruppe ist – jeder fährt eigenverantwortlich.
Das heißt jeder muss sich vor einem Fahrmanöver über die Verkehrsituation vergewissern und trägt die Verantwortung für sein Handeln.
Bei Fahrtantritt sollte ein Scout festgelegt werden – einer der den Weg kennt und nicht an jeder zweiten Kreuzung sich neu orientieren muss. Das stoppt den Fluss der Gruppe und macht keinen Spaß.
Man sollte sich über leicht zu deutende Handzeichen verständigen –wie etwa:
* Mir folgen > Hand nach oben
* Gefahr > ausgestreckte Hand deutet auf ein Hindernis
* Tankstopp > linke Hand auf den Tank zeigen
* Fahr du voraus > mit der linken Hand nach vorne winken
Der Scout bestimmt die Route, die Stopps und besonders verantwortungsvoll die Geschwindigkeit. Ein Tipp wäre auch die Absprache bei Überholmanövern. Der Scout bleibt auf Grund seiner guten Sicht lange auf der linken Spur und signalisiert so der nachfolgenden Gruppe: Überholen weiterhin ohne Risiko möglich. Von hinten kann auch der letzte Fahrer das Feld vor spontanen Überholern schützen - indem er die linke Spur auch dicht macht. Blinken nicht vergessen!
Tipps zum Überholen, denn das ist immer knifflig u.a. durch unterschiedliche Motorisierungen und durch unterschiedliche Erfahrungen:
- Jeder ist für eigene Überholvorgänge selbst verantwortlich.
- Überholende wieder einscheren lassen
- Bei Überholmanövern nicht blind mitziehen, sondern nur der eigenen Einschätzung der Situation folgen
- bei extrem dichten Verkehr lieber die Gruppe auflösen und bis zum nächsten ausgemachten Treffpunkt alleine weiterfahren
Weitere Tipps für den Gruppenfahrer :
- immer mit vollgetanktem Bike zum Treffpunkt kommen
- an die Anweisungen des Scout halten
- versetzt im Abstand von ca. 5-8 m nach vorne und hinten fahren, so entsteht ein optimaler Sicherheitsabstand zwischen den einzelnen Fahren
- nur so schnell fahren, dass der Abstand von Fahrer hinten eingehalten werden kann
- man ist verantwortlich für den nachfolgenden Fahrer!! Blick in den Rückspiegel nicht vergessen – ist er noch da – Ja !!
- man hält die einmal eingenommene Position wenn möglich bei – Durchreichen nimmt den Teilnehmern auch den Spaß und animiert zu unvorsichtigen Aktionen
Nun noch zu den Langsamen und Ungeübten: man sagt, diese fahren an zweiter Stelle. Das nimmt aber meist den anderen den ganzen Spaß und die meisten Anfänger fahren lieber ganz hinten, denn da hat man oder Frau kein ganzes Feld von Bikern im Nacken und setzt sich auch nicht selber so unter Druck. Die Gruppe wartet dann an vereinbarten Punkten und so kommen dann auch alle zu den wichtigen wohlverdienten Pausen und Tankstopps. Pausen sind wichtig zur Regulierung des Wasserhaushaltes und zur Minderung des Rauchentzuges. Pausen machen munter und geben Gelegenheit die Gruppe wieder zu sammeln und man kann dem Scout Rückmeldung geben, ob die Geschwindigkeit und die Strecke für alle so okay ist. Denn nur wenn die alten Hasen und die Rookies gemeinsam Spaß ist es eine gelungene Ausfahrt.
Endziel ist immer, dass alle gesund und munter wieder zu Hause ankommen.



Nun sind das nicht nur Cathrins Erkenntnisse – Danke den Hansebikern!!
Unter www.hansebiker.de kann man noch mehr zu dieser Thematik lesen.